wir würden wie schon angesprochen mögliche Tagestrip für und mit euch organisieren. Alles natürlich abhängig davon wie ihr euren Aufenthalt in Chile gestalten möchtet. Wir werden auf jeden Fall nochmals direkt auf euch zukommen um eure Meinung zu hören.Da erst kurz vor dem eigentlichen Hochzeitstag am 26. November alle deutschen Gäste in Chile ankommen, planen wir derzeit folgende Trips nach diesem Tag:Am Samstag, den 27.11: Eine Tagestour in die Anden. Carolina wird dazu noch weitere Infos raussuchen.Am Sonntag, den 28.11.: Eine Tagestour nach Valparaiso und Vina del MarGrößere KartenansichtDie Fahrt dauert so ungefähr ein bis zwei Stunden. Bei Interesse könnte man auf der Hinfahrt noch einen Zwischenstop machen und eines der vielen Weingüter besichtigen die an der Strecke liegen. Ein Ziel wird aber auf jeden Fall die Stadt Valparaiso. Die an der Pazifikküste gelegene Hafenstadt zählt zum Unesco Weltkulturerbe. Da die Stadt mit ihren ca. 300.000 Einwohnern zum größten Teil auf den Hügeln der Bucht errichtet wurde gibt es dort 15 (Standseilbahn)Aufzüge (sogenannte Ascensores) die am Hügel entlang sich ihren Weg nach oben ächzen. Oben angelangt kann man sich seinen Weg durch die verwinkelten Gassen suchen und den einen oder anderen Stop einlegen um die Aussicht zu genießen oder aber auch das kleine Museum von Pablo Neruda zu besichtigen.
Weiter geht es Richtung Vina del Mar. Dies ist eine typische Touristenhochburg mit Hotelburgen und weiten Stränden.
Nach neuestem Stand werden tatsächlich 14 Gäste aus Deutschland den Weg nach Chile antreten. Wir sind dann zwar immer noch in der Minderheit auf der Feier im Vergleich zu den ca. 120 Chilenen, aber immerhin! Viel mehr als wir uns jemals erträumt hätten. Gäste namentlich:Eltern (Heinz&Hedwig)Schwester&Freund (Nadine&Andre)Schwesters Freundin: (Dana)Cousine (Daniela)Freunde (Oliver&Nadine, Anja&Tobias, Florian, Jan Hendrik, Jörg, Holger)
Hier mal ein paar generelle Informationen bzgl. der Reise und des Aufenthaltes in Chile:Reisedokumente:Man braucht einen min. 6 Monate gültigen Reisepass. Personalausweiß ist nicht genug.Bei der Einreise bekommt man ein Papier in die Hand gedrückt, die sogenannte Touristenkarte (Tarjeta de Turismo). Diese muß bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Während des Aufenthaltes in Chile empfiehlt es sich Kopien des Reisepasses bei sich zu tragen und das getrennt von den Kopien aufzubewahren, da dies im Falle eines Verlustes einiges erleichtert.Geld:Die offizielle Währung ist der chilenische Peso (100 Peso ~ 0,15 EUR, 1 EUR ~ 675 Peso). Mit EC oder Kreditkarte bekommt man in allen größeren Städten an jedem Bankautomat Geld ausgezahlt. Bei Bezahlung mit der Kreditkarte kann aber nach der PIN gefragt werden, was in Deutschland eher unüblich ist. Sollte man sich auf die Weiterreise nach Patagonien (Süden) oder Richtung Atacama Wüste (Norden) begeben, sollte man jedoch ausreichend Bargeld dabei haben, da es nicht unbedingt in jedem Ort eine Bank gibt. Impfung:Das Auswärtige Amt empfiehlt einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Sonstiges:Strom: normalerweise braucht man keinen Adapter, da es die selbigen 220V Anschlüsse wie in Deutschland gibt. Kleidung: achtet beim Kofferpacken darauf, das je nach eurer Reiseplanung auch wärmere Kleidung angebracht ist. Im südlichen Chile kann es nachts empfindlich kühl werden. Trinkgeld: 10% ist ein üblicher Betrag der in Restaurants/Bars zusätzlich gegeben wird.Länderinfos:
Chile ist ähnlich wie Deutschland aufgeteilt in verschiedene Regionen - 15 an der Zahl. Es erstreckt sich ca. 4500 km von der nördlichsten Region welche an Peru grenzt bis hin zur Antarktis (zum Vergleich wäre das eine Strecke zwischen Dänemark und Nordafrika). Auf der anderen Seite ist es wiederum nur etwa 180km breit. Auf Grund der enormen Nord/Südausdehnung erklären sich auch die extremen Klimadifferenzen. Nördlich mit den trockensten Punkten der Erde (Atacama Wüste) und südlich mit der Pampas, bzw. vielen Naturreservaten die Gletscherlandschaften und unbewohnte Wald und Fjordgebiete schützen.
In Chile leben ca. 16 Mio. Menschen wovon knapp 6 Mio in der Region direkt in oder um der Hauptstadt Santiago angesiedelt sind.
"Als der liebe Gott die Welt erschaffen hatte," erzählt man in Chile, "waren ihm von überall ein paar Teile übrig geblieben. Vom Himalaya die hohen Berge, von der Sahara die Wüste, von Norwegen die Fjorde, von Island die Geysire, von Brasilien der Regenwald, von Grönland die Gletscher, die großen Seen vielleicht aus Nordamerika, Vulkane, das Meer, eine Unzahl von Inseln, Bäume, Sträucher und Gräser aller Arten und noch vieles mehr. Da nahm der liebe Gott einen Besen, kehrte alles zusammen und formte daraus ein neues Land... Chile."
Hochzeiten in Chile scheinen eine große Angelegenheit zu sein. Nicht das es in Deutschland auch Wochen, ja Monate dauert bis alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und der große Tag ausgiebig gefeiert werden kann, allerdings gibt es so einige Besonderheiten. Um euch da jetzt schon mal einen kurzen Überblick zu verschaffen hier eine kurze Auflistung von ein paar Punkten:
Der große Tag wird mit der kirchlichen Trauung beginnen. Diese findet wie in der Einladung beschrieben in Santiago statt (Parroquia La Anunciacion).
Bevor der Hochzeit wartet der Bräutigam und seine Familie zusammen mit der Brautmutter am Eingang der Kirche und begrüßt die Gäste persönlich. Der Brautvater und die Braut treffen dann kurz vor dem Beginn der Trauung ein. Zu dem Zeitpunkt befinden sich Gäste und Bräutigam schon in der Kirche. Die Braut wird dann von ihrem Vater an den Traualtar geführt und an den Bräutigam "übergeben". Die kirchliche Trauung an sich ist ähnlich wie die deutsche Zeremonie. Wie es der Zufall so wollte hat genau die Kirche die wir uns ausgesucht haben einen in Deutschland geborenen Priester. So werden die wichtigen Teile der Zeremonie zweisprachig gehalten.
Nach dem kirchlichen Teil startet dann die eigentliche Feier.
Die Gäste begeben sich zu der Lokalität (Casona Macul). Für den Transport zwischen Kirche und "Lokal" werden wir für Gäste von außerhalb sorgen. Während das Brautpaar sich Zeit lässt findet ein erster Empfang mit u.a. Cocktails und Sekt statt. Nachdem wir dann eingetroffen sind startet das große Festessen was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Essen wird in Chile eher zelebriert und mehr auch das gemütliche Beisammensein genossen als evtl. in Deutschland.
Traditionen während der Hochzeitsfeier gibt es eher wenige, abgesehen vom Hochzeitswalzer und vom Brautstraußwerfen. Allerdings werden zu späterer Stunde auch schon mal die Verkleidungen von der letzten Neujahrsfeier rausgekramt um dann zum gemütlichen Teil auf der Tanzfläche überzugehen. Natürlich kennt man dort weniger die Standardtänze (ein-zwei-Tip) sondern gibt sich lateinamerikanischen Rhytmen wie Reggaeton, Merengue, Cumbia und vielen anderen hin.
Ein kleiner Vorgeschmack:
Cumbia: http://www.youtube.com/watch?v=HMXmE1Ro9JQ&feature=relatedReggeaton: http://www.youtube.com/watch?v=E9F60JoeRw8&feature=related
Merengue: http://www.youtube.com/watch?v=8-tZjKvSKBUDie Feier an sich findet übrigens in einer Art Zelt (carpa) statt, was für mich eher gewöhnungsbedürftig war. Mir wurde aber mehrmals versichert das es zu dieser Zeit in Santiago so gut wie nie regnet und es so üblich ist Hochzeiten zu feiern. Bei Temperaturen von tagsüber an die 30 Grad und angenehmen Temperaturen am abend bzw. in der Nacht lässt es sich aber auch dort aushalten.
Herzlich willkommen im Hochzeits/Reise Blog. Hier werden mit der Zeit Informationen über die Reise und unseren großen Tag eingestellt die euch evtl. helfen euren Aufenthalt in Chile besser zu organisieren und evtl. auch die Vorfreude auf die Reise und die Erlebnisse die dort auf euch warten zu steigern.